Jeder hat immer Angst. Einzelne Individuen haben Angst sich gegenseitig zu verlieren, man hat Angst seine Meinung zu sagen, weil man Angst hat andere zu verletzen.
Auch auf transantionaler Ebene hat man Angst, auch wenn man denkt, dass Staaten, diese immense Black-Boxes, keine Angst haben müssen. Der Neorealismus erklärt es damit, dass Staaten durch Angst der Gefährdung ihrer eigenen Sicherheit sich verteidigen, was nicht ausschließt, dass man auch mal gerne Präventivkriege führt.
Grade im Moment haben wieder einmal ganz viele Staaten Angst: Israel hat Angst, dass durch den Sturz Mubaraks ihre "Unterstützung" (wenn man es so nennen kann..) in der arabischen Welt verloren geht, Ägypten als das erste arabische Land, welches die Existenz Israles anerkannt hat.
Diese Angst ist meiner Meinung nach noch eine der legitimsten Ängste die ein Staat zur Zeit haben kann (in Bezug auf die Ereignisse in Ägypten), obwohl Israel ja auch nicht wirklich zurückhaltend ist, was die Außenpolitik angeht.
Doch was ist mit den westlichen Ländern? Wieso hat Frankreich bis zur letzten Sekunde gewartet bis es das ägyptische Volk unterstützt, so wie sie es auch im Fall Tunesien war?
Wieso wird jetzt darüber spekuliert, dass Mubarak auf einmal zu einer Routine-Untersuchung nach Deutschland kommt?
WIESO BEKENNT KEINER FARBE?
UND: Wieso kümmert es keinen der "Politiker", welche Ängste die Leute in Ägypten haben? DIESE Angst ist berechtigt. Und wenn sie sich wehren weil sie ein demokratisches Land haben möchten, dann sollen sie von allen Seiten Unterstützung kriegen um ihre Ängste wenigstens ein bisschen zu beseitigen, und nicht auf einmal merken, dass einzelne Menschengruppen mehr Mut haben als ganze Staaten.
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